ADHS, Autismus und Perimenopause

Kennst du das? Du hattest deinen Alltag mit ADHS oder Autismus eigentlich halbwegs im Griff. Deine Strategien haben funktioniert, die Medikation hat dir den nötigen Fokus gegeben. Doch plötzlich, oft schon ab Mitte 30, scheint nichts mehr zu greifen. Der Brain Fog wird dichter, die Reizschwelle sinkt massiv und die Handlungsfähigkeit schwindet.

Was viele nicht wissen: Du bist nicht „plötzlich unfähig“. Du steckst vermutlich mitten im hormonellen Umschwung der Perimenopause.

Warum dein Gehirn ab 30 oft „anders“ reagiert

Die Perimenopause ist die Phase vor der eigentlichen Menopause. In dieser Zeit beginnt dein Östrogenspiegel zu schwanken und schrittweise zu sinken. Für dein neurodivergentes Gehirn ist das eine riesige Herausforderung.

Der Grund: Östrogen spielt eine entscheidende Rolle bei der Produktion von Dopamin und Serotonin – genau jenen Botenstoffen, die bei ADHS und Autismus ohnehin oft im Ungleichgewicht sind.

  • Dopamin-Absturz: Sinkt dein Östrogen, sinkt dein Dopamin. Deine ADHS-Medikamente (wie Ritalin oder Elvanse) wirken plötzlich schlechter oder gar nicht mehr, besonders in deiner zweiten Zyklushälfte.
  • Sensorische Überlastung: Hormonschwankungen können dazu führen, dass dein Nervensystem Reize (Lärm, Licht, Berührungen) viel intensiver wahrnimmt als früher.
  • Der Super-GAU: Wenn die Anforderungen deines Alltags gleich bleiben, aber deine biologische Belastbarkeit sinkt, ist das Burnout-Risiko extrem hoch.

Stille Entzündungen und das Histamin-Rätsel

Ein oft übersehener Faktor ist, wie dein Organismus auf Belastungen reagiert. Neurodivergente Frauen leiden häufig unter stillen Entzündungen. Dein Körper reagiert oft hochsensibel auf kleinste Veränderungen – und dazu gehört auch die Reaktion auf Histamin.

Wenn dein Körper durch hormonellen Stress im Daueralarm ist, kann ein Histaminüberschuss entstehen. Das führt nicht nur zu körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Migräne oder Magen-Darm-Problemen, sondern verstärkt auch psychische Symptome wie Angstzustände und Panikattacken.

Histamin steckt in vielen Lebensmitteln (Kaffee, Tomaten, Fermentiertes), aber auch sogenannte „Liberatoren“ wie Avocado oder Bananen können das körpereigene Histamin in deinem Körper freisetzen und dein Fass zum Überlaufen bringen.

Du bildest dir das nicht ein!

Der wichtigste Schritt zur Besserung ist das Wissen: Es liegt nicht an deinem Charakter, sondern an deiner Biologie.

Wenn du verstehst, wie Hormone, Neurodivergenz und körperliche Entzündungsprozesse in deinem Systemzusammenspielen, kannst du gezielt gegensteuern. Oft braucht es keine riesigen Umstellungen, sondern minimale, strategische Veränderungen in deinem Alltag und in deiner Ernährung, um wieder Land zu sehen.


Online-Vortrag: Neurodivergenz trifft Perimenopause

Möchtest du tiefer in dieses Thema eintauchen und konkrete Strategien für deinen Alltag lernen?

Am 11. April (14:00 – 15:30 Uhr) halte ich einen Online-Vortrag, in dem wir genau diese Themen beleuchten:

  • Wie macht sich Neurodivergenz bei Frauen bemerkbar?
  • Welche Anzeichen deuten auf die Perimenopause hin?
  • ND trifft Perimenopause – der Super-GAU und wie du damit umgehst.
  • Hormone – welche Rolle sie spielen für deine Handlungsfähigkeit.
  • Histamin – Welche Aufgaben es hat, wie sich das auf deinen Organismus auswirkt.
  • Medikation – Von Ritalin über Elvanse zu Hormonersatztherapie.
  • Nächste Schritte – konkrete Schritte.

Deine Extras beim Vortrag: Du erhältst ein Workbook zur Selbstevaluation und einen Histamin-Guide inklusive Studien, die du zu deinem nächsten Arzttermin mitbringen kannst. So wirst du endlich ernst genommen und kannst mit Fachpersonen auf Augenhöhe über deine Situation sprechen.

Anmeldung bis 1. April: Verbindlich über diesen Link

Format: Google Meet (kein Download nötig). Du erhältst nach deiner Anmeldung den Direcktlink. Come as you are – Kamera aus ist völlig okay!

Ich freue mich auf dich!

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